Der Begriff „Grundstücksanschluss“ ist in der Satzung als die Leitung vom Hauptkanal bis zum Kontrollschacht definiert.
Laut DIN 1986- 30 müssen bestehende Anlagen zur Ableitung von häuslichem Schmutz- oder Mischwasser bis zum 31. Dez. 2015 auf Dichtigkeit geprüft werden. Dies gilt für die Hauptkanäle wie auch für die Grundstücksanschlüsse. Um dieser Forderung nachzukommen, hat der Abwasserzweckverband im Jahr 2003 mit der Inspektion und Druckprüfung der Grundstücksanschlüsse begonnen. Bei festgestellten Schäden und Undichtigkeiten werden diese Kanäle saniert.
Folgende Schäden können auftreten:
Von den untersuchten Kanälen sind ca. 30% schadhaft.
Bisher wurden in den Gemeinden Kirchheim, Aschheim, Feldkirchen, Anzing, Vaterstetten, Zorneding sowie den Wasserschutzgebieten Arbeiten durchgeführt.Der gegenwärtige Stand (September 2008) der Inspektion und Sanierung stellt sich in den einzelnen Gemeinden wie folgt dar:
Kirchheim:
Inspektion: Alle 3024 Grundstückanschlüsse wurden mittlerweile inspiziert
Sanierung:
Die Gesamtmaßnahme teilt sich in 5 Bauabschnitte auf.
Die ersten vier Bauabschnitte sind abgeschlossen.
Die Sanierungsarbeiten des 5. Bauabschnittes wurden im Frühjahr 2008 begonnen und dauern voraussichtlich bis Ende 2009.
Aschheim: Inspektion:
Alle 896 Grundstücksanschlüsse wurden mittlerweile inspiziert.
Sanierung:
Das beauftragte Ingenieurbüro arbeitet zurzeit einen Sanierungsplan aus.
Feldkirchen: Inspektion:
Alle 1181 Grundstücksanschlüsse wurden mittlerweile inspiziert.
Sanierung:
Das beauftragte Ingenieurbüro arbeitet zurzeit einen Sanierungsplan aus.
Anzing: Inspektion:
Die Inspektion und Druckprüfung der 1089 Grundstücksanschlüsse ist abgeschlossen.
Sanierung:
Die Sanierungsarbeiten sind zum größten Teil abgeschlossen. Derzeit werden noch Restarbeiten ausgeführt.
Vaterstetten: Inspektion:
Die Inspektion wurde in 3 Abschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt (sämtliche Grundstücksanschlüsse östlich der Karl-Böhm-Straße, ca. 1600 Stück) wurde 2007 inspiziert.
Der 2. Abschnitt (Inspektion 2008) umfasst den Bereich westlich der Karl-Böhm-Straße und östlich der Möschenfelder Straße.
Im 3. Abschnitt (Inspektion 2009) sollen die Bereiche westlich der Möschenfelder Straße sowie die Ortschaften Baldham Dorf, Hergolfing, Weißenfeld, Parsdorf, Neufarn und Purfing inspiziert werden.
Sanierung:
Die zu sanierenden Grundstücksanschlüsse des 1. Abschnittes werden derzeit saniert.
Die zu sanierenden Grundstücksanschlüsse des 2. Abschnittes sollen 2009 saniert werden.
Zorneding: Die Inspektion sowie die Sanierung der Kanäle in den Ortsteilen Ingelsberg und Wolfesing ist abgeschlossen.
Kanäle in Wasserschutzgebieten:
In einigen Gemeinden liegen Kanäle in Wasserschutzgebieten (Zone
IIIa). Die Inspektion sowie die Sanierung dieser Kanäle ist
abgeschlossen.
Sanierungsplan
Aus den verschiedenen Sanierungsverfahren wird vom Ingenieurbüro für jeden Fall das am besten geeignete ausgewählt.
Bei den bisher untersuchten Anschlüssen wurden hauptsächlich
Wurzeleinwüchse, Lageabweichungen und Schäden an Muffen festgestellt.
Für diese Schäden hat sich die Sanierung durch Einbau eines Inliners bewährt
(= Schlauchrelining).
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Hierbei wird nach der Reinigung und Entfernung der Wurzeln und Hindernisse im Kanalrohr ein flexibler, mit Harz getränkter Plastikschlauch in die Kanäle eingebracht, der aushärtet und ein festes Innenrohr bildet, in das Wurzeln nicht mehr eindringen können.
Auf die Arbeiten besteht 4 Jahre Gewährleistung. Gemäß Erfahrungen des AZV in 13 Jahren Erprobung sind bisher keine Schäden an den Sanierungen aufgetreten.
Vorgehensweise bei der Inlinersanierung
Es wird vom Revisionsschacht bzw. von der Putzöffnung in Richtung Hauptkanal saniert.
Zunächst werden Wurzeleinwüchse oder andere Hindernisse mit einem Fräsroboter beseitigt.
Anschließend wird der Kanal durch Hochdruckspülung gereinigt. Das Absperren mit Rohrdichtkissen und ggf. Umleiten der anfallenden Abwasser verhindert die erneute Verschmutzung vor dem Einbau des Inliners.
Der Inliner wird mittels in die Hausanschlussleitung eingestülpt und mit Warmwasser aufgestellt und ausgehärtet.
Im Anschluss werden die Enden geöffnet und bündig an das Hauptkanalrohr bzw. den Revisionsschacht/Putzöffnung angefräst.
Im Hauptkanal wird eine Kunststoffschalung gesetzt und mit Harz verpresst um eine verschiebesichere Arretierung des Liners in Längsrichtung sicherzustellen und die Hinterläufigkeit des Liners zu vermeiden.
Nach Entfernen der Kunststoffschalung kann der Hausanschluss wieder in Betrieb genommen werden.
Der gesamte Einbau dauert ca. 5-6 Stunden, während dieser Zeit ist der Wasserverbrauch nur eingeschränkt möglich.
Zur Abnahme der Leistung wird der Kanal noch mal gereinigt und mit der TV-Kamera inspiziert.
Ansprechpartner Grundstücksanschlüsse
Dipl.-Ing. Jens-F. Schmidt
Tel. 08121- 701- 0
Fax. 08121- 701- 101
e-mail: jens.schmidt@gku-vemo.de